Der Museumszug am Kaiserstuhl
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... genießen wir die Arbeiten in unserer Werkstatt in vollen Zügen.

Durch die großzügige Hilfe der Wehrle-Werke in Emmendingen konnte 1972 auf einem Teil ihres Werksgeländes die Werkstatt der Eisenbahnfreunde Breisgau e.V. für die Rebenbummler-Museumsbahn eingerichtet werden. Zunächst mussten jedoch, um einen störungsfreien Betrieb der vorhandenen Wehrle-Werkbahn gewährleisten zu können, die Gleisanlagen umgebaut werden. Zudem mussten auch die durch den Verein zu nutzenden Gebäude den zukünftigen Bedürfnissen einer Museums-Werkstatt angepasst werden.

Heute besteht die Mueumswerkstatt aus einer Montagehalle und zwei separaten Gebäuden (für Metall- und Holzbearbeitung), die es dem Verein erlauben die umfangreichen Reparaturen, Sanierungen und Restaurierungsarbeiten an den Fahrzeugen des „Rebenbummlers“ selbst durchzuführen.

Schon Ende 1974 wurde mit der Aufarbeitung der ersten Museumsfahrzeuge begonnen, nachdem sie zuvor (1973) von ihren alten Standorten in Endingen (SWEG) und Furtwangen (Bregtalbahn) nach Emmendingen überführt worden waren. Die ersten Wagen waren dann ab 1976 einsatzbereit.

1978 war auch die seit 1973 im Besitz des Vereins befindliche Dampflokomotive Nr. 384 (Dh2t, Henschel, Baujahr 1928) wieder einsatzbereit. Seitdem ist am Kaiserstuhl der Rebenbummler-Museumszug, immer von Mai bis Oktober, also seit mehr als 30 Jahren in Betrieb.

Das Frühjahr 2000 brachte mit dem Rückbau des Wehrle-Gleisanschlusses in Emmendingen durch die DB AG einen tiefen Einschnitt in den bisherigen Ablauf der Museumsbahn bzw. der Betriebswerkstätte. Die einzelnen Museumsfahrzeuge des „Rebenbummler“ waren über zwei Jahrzehnte turnusgemäß zu Wartungs- und Restaurierungsarbeiten über dieses Anschlußgleis in die Museums-Werkstatt nach Emmendingen überführt worden.

Seitdem müssen nun nach dem Gleisrückbau alle Fahrzeuge des „Rebenbummler“, mit Hilfe eines Schwerlastkrans aufwändig auf einen Tieflader verladen und über die Straße, vom Kaiserstuhl zur Revision in die Museumswerkstatt nach Emmendingen, verbracht werden.

Damit für die musealen Fahrzeuge das immer schädliche Verladen per Kran auf ein Minimum reduziert werden konnte, werden seither auch nicht mehr alle Revisionen in Emmendingen durchgeführt.

Wenn möglich werden dringend notwendige Arbeiten (z.B. an den Aufbauten) daher auch häufiger unter freiem Himmel am Zug-Standort in Riegel durchgeführt. Nur noch schwere und langwierige Instandsetzungen, z.B. die Erneuerung eines kompletten Waggonsaufbaus, werden nach wie vor in der Museumswerkstatt in Emmendingen ausgeführt. Darüber hinaus werden Arbeiten, z.B. am Fahrwerk der Waggons, aber auch teilweise fremd vergeben (BWR Raststatt).

Derzeit hat die Rebenbummler-Museumsbahnwerkstatt zwei größere Projekte in Arbeit. In der Werkhalle der Wehrle Werk AG in Emmendingen beginnen in Kürze die Arbeiten zur Reaktivierung der Rebenbummler-Dampflok 384, nachdem sie Anfang Dezember 2009 dorthin per Tieflader überführt worden war. Zusammen mit der Anfertigung und Montage eines neuen Heizkessels steht auch eine komplette Fahrwerks-Hauptuntersuchung an.


Parallel wird in der Rebenbummler-Werkstatt an der Fertigstellung des Museumswagen Nr. 43 gearbeitet. Der hölzerne Aufbau war in den letzten Jahren grundlegend instand gesetzt und sein Fahrwerk gründlich saniert worden. Durch den fehlenden Gleisanschluß hatten sich jedoch die Arbeiten an diesem Personenwagen (Herbrandt 1904) aufgrund des erhöhten Aufwands seit einigen Jahren verzögert.

Zusammen mit Lok 384 soll auch Wagen Nr. 43 pünktlich zur Saison 2012 fertig restauriert sein und wieder auf der Kaiserstuhlbahn in Betrieb gehen.

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