Der Museumszug am Kaiserstuhl
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Der „Rebenbummler“ umrundet, am Fuße eines erloschenen Vulkans, gemächlich eine der eindrucksvollsten Kulturlandschaften im Herzen Europas.

Geprägt durch Rheinauen, Weinberge und Wälder ist die oberrheinische Kunst- und Kulturlandschaft am Kaiserstuhl ein lohnendes Ausflugsziel zu allen Jahreszeiten. Und: der 26 km lange Abschnitt der Kaiserstuhlbahn, von Riegel nach Breisach, gilt als eine der schönsten Museums-Bahnlinien in Deutschland.

Die Nostalgiefahrt mit dem Museumszug „Rebenbummler“ beginnt im Bahnhof Riegel DB (0,0 km). Riegel DB ist Anschlussbahnhof von und zu den Regionalzügen der Rheintalbahnstrecke in Richtung Basel und Hamburg.

Gleich nach der Ausfahrt vom Bhf Riegel DB werden sie mit dem pittoresken Blick auf die Kapelle vom St. Michaelsberg (241 m) (ehemals ein römischer Aussichtsturm) und die denkmalgeschützten Gebäude der 1834 gegründeten Riegeler Brauerei belohnt.
Nach der Überquerung des Leopoldskanal, er stammt noch aus der Zeit der Tulla`schen Rheinbegradigung und wird aus den Schwarzwaldflüssen Dreisam, Elz und Glotter gespeist, erreichen wir den Bhf Riegel-Ort (1,7 km). Im Bahnhofsgebäude befindet sich heute das Kleinkunst-Theater „Kumedi“ - für die Nichtbadener „Komödie“.

Auf der Weiterfahrt nach Westen, in Richtung Endingen, vorbei an fruchtbaren Äckern und Reben, erreichen wir nun den eigentlichen Kaiserstuhl. In der Nähe erscheinen die St. Katharinenhöhe (492 m) mit der Wallfahrtskapelle und die „Endinger Steingrube“ - sie zählt mit ihren Vulkanböden zu den allerbesten Weinlagen am Kaiserstuhl.

Mit der Ankunft im Bhf Endingen (5,5 km) treffen wir nicht nur auf einen wunderschönen historischen Altstadtkern mit herrlichen Häusern und verwinkelten Gassen, sondern auch auf den Betriebsmittelpunkt der modernen Kaiserstuhlbahn, die heute von der SWEG betrieben wird. Von hier aus wird der Betrieb aller SWEG-Strecken im Breisgau geleitet und in den dazugehörigen Werkstätten werden die Regio-Shuttle der Kaiserstuhl- und Münstertalbahn, sowie der Breisgau-S-Bahn, gewartet.
Zusammen mit den Winzerdörfern Amoltern, Kiechlinsbergen und Königschaffhausen ist die ehemals vorderösterreichische Stadt Endingen (862 zum erstenmal urkundlich genannt) heute zudem eine der größten Weinbaugemeinden in Baden.

Über den Endinger Nachbarort Königschaffhausen (9,1 km) gelangen wir -nun durchqueren wir eines der größten Obstanbaugebiete von Deutschland- zum Weindorf Sasbach (12,2 km). Je nach Jahreszeit ist man inmitten eines atemberaubenden Blütenmeeres. Im Frühjahr sind es Kirschen und Pflaumen und im Sommer und Frühherbst Äpfel und Birnen, die vom Zug aus zum Greifen nah sind. Der Blick reicht zum Sasbacher „Limberg“, auf dem schon die Kelten und Römer gesiedelt haben, und bei guter Sicht kann man in den Vogesen auch die Hochkönigsburg erkennen. Auf dem Sasbacher „Limberg“ soll übrigens 1218 Rudolf Graf von Habsburg geboren worden sein, Stammvater der deutsch/österreichischen Kaiserdynastie, die bis 1918 regierte.

Nach Sasbach verlässt die Bahnlinie die Rheinebene und steigt nun stetig an. Die Museumszug führt entlang der Rheinauen, mit herrlichen Einblicken in das große Naturschutzgebiet und seiner einzigartigen Flora und Fauna. Der Kaiserstuhl ist einer der wenigen Orte mit der größten Orchideenvielfalt in Europa - mehr als 30 Arten wurden bisher registriert. So reisen z.B. Spezialisten aus ganz Europa an um die Orchideen in ihrer Blütenvielfalt zu fotografieren.

Vor Jechtingen (14,7 km) fahren wir erstmals in die beeindruckenden Weintrassen des Kaiserstuhls ein. Hinter Jechtingen beginnt dann auch der steilste Abschnitt der Bahnlinie hinauf zum Bhf Burkheim-Bischoffingen (16,7 km). Hier sieht man erstmals mit dem „Totenkopf“ (552 m) die höchste Erhebung der erloschenen Vulkaninsel - am Kaiserstuhl.

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