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Der Museumszug am Kaiserstuhl |
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Geschichte der Kaiserstuhlbahn: Von der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft zur SWEG. Nachdem gegen Ende des 19. Jahrhunderts die wichtigsten großen Eisenbahnstrecken in Deutschland fertiggestellt waren, begannen mehrere private Eisenbahnunternehmen die verbliebenen Lücken im Eisenbahnnetz zu schließen. Diese auch als "Sekundärbahnen" bekannten Nebenbahnen dienten zur Erschließung vom ländlichen Raum oder als Vorortbahnen und wurden möglichst einfach und kostengünstig gebaut. Ein Pionier der Sekundärbahnen war der Berliner Unternehmer Herrmann Bachstein, dessen "Centralverwaltung für Secundairbahnen Herrmann Bachstein" seit den 1880er Jahren in ganz Deutschland eine Vielzahl von Nebenbahnen und Straßenbahnen erbaute und betrieb. Zu diesen Bahnen zählt auch die Kaiserstuhlbahn von Gottenheim über Riegel nach Breisach, die von einem Badischen Eisenbahnkonsortium unter Herrmann Bachstein erbaut und 1894/1895 in zwei Teilabschnitten eröffnet wurde.
Dazu gehörten folgende Betriebe:
Neben einer Reihe von Straßen- und Vorortbahnen gehörten in ganz Deutschland insgesamt elf normalspurige Nebenbahnen zum SEG-Konzern. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab die SEG aus wirtschaftlichen Gründen bis 1954 alle Nebenbahnbetriebe ab. Als letzter SEG-Betrieb blieb danach nur noch die Essener Straßenbahn übrig, die 1954 zur Essener Verkehrs-AG (EVAG) umfirmierte. Da die SEG Ende 1952 auch auf ihre verbliebenen Strecken in Baden verzichtet hatte übernahm 1953 das Land Baden-Württemberg die Strecken der Kaiserstuhl- und Bregtalbahn sowie das "Todtnauerli" Zell-Todtnau und gliederte sie in die Mittelbadische Eisenbahn-Gesellschaft AG (MEG) ein.
1971 vereinigte das Land Baden-Württemberg die MEG mit der Südwestdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft und wandelte diese in die Südwestdeutsche Eisenbahnen Aktiengesellschaft SWEG um (seit 1984 Südwestdeutsche Verkehrs-AG, SWEG). Im Rahmen der Modernisierung musterte die SWEG nach 1971 nach und nach viele alte Fahrzeuge aus und verkaufte sie. So konnten ab 1973 die Eisenbahnfreunde Breisgau e. V. eine komplette ehemalige SEG-Zuggarnitur der Kaiserstuhlbahn übernehmen und restaurieren, die seit 1978 dort als Museumdampfzug Rebenbummler fährt.
Der Rebenbummler als technisches Kulturdenkmal vom Kaiserstuhl Am 5. März 2007 wurde das Fahrzeugensemble des Rebenbummlers als "technisches Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung" in das Denkmalbuch eingetragen. Zu diesen historischen Fahrzeugen der Baujahre 1883 bis 1928 gehören die vereinseigene Dampflok 384, sechs Personenwagen, zwei Güterwagen sowie der noch nicht restaurierte Post-Packwagen 36.
Typische Merkmale für den Zustand Mitte der 1950er Jahre sind der einfache grüne Anstrich der Personenwagen, die Holzlattensitze und die dritte Klasse, die erst 1956 abgeschafft wurde.
Der Rebenbummler als SEG-Fahrzeugsammlung Da die Kaiserstuhlbahn als einzige von ehemals elf SEG-Normalspurstrecken erhalten blieb, repräsentieren die Rebenbummler-Fahrzeuge zusätzlich die Geschichte des gesamten ehemaligen SEG-Konzerns. Zum Konzept der Sammlung gehören ebenso die historischen SEG-Fahrzeuge, die von den EFB nach der Stilllegung der Bregtalbahn übernommen wurden sowie weitere historische Fahrzeuge der Kaiserstuhlbahn. Der Rebenbummler ist die einzige erhaltene normalspurige SEG-Zuggarnitur, zugleich umfasst die Fahrzeugsammlung der Eisenbahnfreunde Breisgau e. V. mehr als die Hälfte aller überhaupt erhaltenen normalspurigen SEG-Fahrzeuge. |
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